Bezeichnet:

* Erstens ein unter Vordonen beliebtes Gesellschaftsspiel. Ist auch als Fressschach bekannt: Es ist das eigentliche, ursprüngliche Schach. Aus diesem sind erst die weiteren Schach-Varianten entstanden: zum Beispiel das entschärfte aber dafür kniffligere Mendugu-Schach, das Kirtlumino-Schach, das beliebte Junig-Schach; als primitivste und langweiligste Schachversion das sogenannte Menschen-Schach, was von diesen überheblicherweise einfach nur „Schach“ genannt wird; und viele andere Schacharten.

Die Spielregeln des vordonisches Schachs sind zu kompliziert um hier vollständig aufgeführt zu werden, deshalb beschränke ich mich auf einige besondere Merkmale:

  • Als Spielfiguren dienen 128 schwarzgefärbte und 132 weisgefärbte Verwandte der Spieler sowie die Spieler selbst als Könige.
  • Wird eine Spielfigur geschlagen, so frisst die schlagende Figur sie/ihn/es auf.
  • Der verlierende Spieler wird von seinen übriggebliebenen Verwandten (oder sollte die Sippe durch das Spiel ausgelöscht worden sein, von dem, der gerade da ist) bei lebendigem Leibe gebraten und schliesslich vom Gewinner gegessen.
  • Bauern dürfen auch rückwärts schlagen, wenn sie Hunger haben.

Leider dauert eine Partie sehr lange, sonst wären die Vordonen schon viel früher ausgestorben. Das längste überlieferte Spiel spielten 45 Generationen der Ktrital-Sippe gegen 44 Generationen der Gurtfgils. Das Ergebnis war ein Pat, was einen 157 Generationen dauernden Bürgerkrieg, den sogenannten Pat-Krieg, auslöste, in dem 2/3 der Mirga-Galaxie explodierte und gut die Hälfte aller Vordon-Politiker sich selbst lebendig begruben.

* Zweitens wird damit das beliebteste Spiel des Universums, eine Version des Junig-Schach gemeint. <br> Der Unterschied zu diesem besteht darin, dass beim vordonischen Schach nach jedem Zug vielfarbiger Rauch aufsteigt.

Diese Doppelbezeichnung führt leider immer wieder zu Missverständnisen, die oft blutig enden.

  • vordonisches-schach.txt
  • Zuletzt geändert: vor 17 Monaten
  • von god