Mintara

Die Mintara sind ein von Herdentieren abstammendes Volk, das in den ewigen Weidegründen ihrer Heimatwelt Vrriihaa lebt.

Die Mintara verfügen über ein komplexes Sozialsystem, in dem die schnellsten Läufer grundsätzlich auch die höchste soziale Stellung einnehmen. Diese Hierarchie hat sich von alters her kaum weiterentwickelt und selbst bei kleineren Disputen wird sofort wild um die Wette gelaufen. Erschwerend kommt dazu, dass die Mintara ein sehr, wie es der Galaktologe Blanksis in seinem Werk „Pferde und Färde - ein Disput“ schrieb, „stur schnaubendes immer gleich so trampelndes“ Volk sind, bei dem Führungspersönlichkeiten, sobald sie nur ein leichtes Gefühl von Zweifel empfinden, immer sogleich zum Beweis ihrer Überlegenheit loslaufen als ob sie eine Pferdebremse hetzt. Dadurch entsteht der frappierende Effekt, dasz die leitenden Beamten und Weidefürsten der Mintara immer etwas ausser Atem sind, was gerade im Sternenrat häufig zu Verwunderungen führt.

Die Mintara sind jedoch in der gesamten Galaxie für ihre eigenen Reitkünste auf jungen Drachen von Klandestina berühmt, was zu einigen berühmten Zirkus-Paaren dieser beiden Völker geführt hat.

Junge Mintara in dem, was die Menschen wohl „Pubertät“ nennen würden, schmücken sich gerne mit einer Art Zaumzeug, das laut Legenden vor Urzeiten den ersten beiden Mintara von einem Schlangengott im Weidenparadies angelegt wurde, um sie zur Unfreiheit zu verführen. Die Legende hat sich im Lauf der Jahrtausende zu einer rebellischen Ausdrucksform der Jugend und Subkulturen entwickelt, die sich freiwillig zäumen lassen und auf herumlaufen ganz verzichten - was von der Allgemeinheit als sehr asozial angesehen wird und meist mit einem speicheltropfenden Kopfschütteln quittiert wird.

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  • von god